Wildnis pur auf Vancouver Island

 

Im Sommer 2008 haben wir uns den Wildnis-Traum in Kanada erfüllt. Einfach Flüge nach Vancouver und drei Übernachtungen im billigsten Hostel gebucht. Die Permits für den Pacific-Rim-Nationalpark auf Vancouver Island hatten wir uns ebenfalls gesichert - aber mehr nicht. Keine Reiseleitung, ohne Wildnis-Führer. Der Rest war pure Überraschung. Auf zum West-Coast Trail in den Küsten-Regenwald.

 

Bärenwarnung an jedem Brückenpfeiler.

 

Hier ein paar Zeilen aus unserem Reisebericht:

 

 ............"Und da ist er plötzlich: Vor unserem Bus läuft ein Schwarzbär und trollt sich ins Dickicht. Wir haben Respekt, aber kein Muffensausen. Im   Pachena Trailhead müssen wir uns einen Film über die vielfältigen Gefahren ansehen und Notfalladressen angeben. Die Rangerin warnt uns vor Bären, Wölfen, Pumas, gefährlichen Rinnen am Strand, äußerst rutschigen Wegen und stellt eindringlich klar, dass dieser Weg kein Spaziergang in immergrüner Umgebung ist. Zuletzt bekommt jeder eine wasserfeste Karte mit Tidenkalender und ein „Good hike“ mit auf den Weg. Zu unserem Entsetzen prangt auf einer Tafel die Zahl 77. So viele Hiker mussten in dieser Saison bereits evakuiert werden." ...............

............."Vor uns liegen noch einige schwierige Tagesetappen. Die schmalen, rutschigen und verwurzelten Pfade führen oft ganz nah am Rand der Steilküste entlang. Richtung Walbran Creek finden wir eine wacklige Bank. Gerade richtig für unseren Wal-Beobachtungs-Posten. Wir können uns kaum satt sehen. Erst Fontäne, dann Rückenflosse oder Fluke oder beides. Und dann noch eine Überraschung. Haben wir es mit einem Waldgeist zu tun oder woher kommt dieses Brummen?   Ein Fuchskolibri schwirrt vor uns her, schlägt Haken und lässt uns die Strapazen für ein paar Augenblicke vergessen. So weit im Norden hätten wir mit diesem kleinen, witzigen Gesellen nicht gerechnet." ...................

  .............."Beinahe hätte ich es vergessen zu erwähnen. In der Wildnis haben wir unseren nächsten Sommerurlaub beschlossen. Wir wollen im eingangs erwähnten wunderschönen Deutschland Rad fahren. Natürlich mit Fahrradtaschen, Helm und Zelt. An der Elbe oder Weser, vielleicht den Donau-Radweg oder entlang der Oder. Da wir erwiesenermaßen Hotel- und Reisegruppen-untauglich sind, organisieren wir diese Tour wieder selbst. Der Abenteuervirus ist wie Malaria. Das Reisefieber meldet sich immer zurück. Die Symptome: Man träumt vom Rucksack packen, überprüft zum x-ten Mal die längst erprobte Ausrüstung, kommt an keinem Trekking-Markt vorbei, kauft Reiseliteratur und, und, und............"


Kürzlich haben wir einen Vortrag über Kanada gehalten und am Ende kam die Frage, ob wir nicht wenigstens ein bisschen verrückt sind.........

Na klar, wir sind ganz schön verrückt. Und außerdem haben wir unser Leben (im genauen Wortsinn) ver-rückt. Nachzulesen auf der Seite "Wie alles begann.....".

 

In luftiger Höhe.

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Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.

Johann Wolfgang von Goethe
 

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